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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zur -Philosophie

als einem Schirmvogt der Kirche unter der Ober-herrschaft deS Papstes gehabt harte; ja geraume Zeitwar dies das allgemeine Staatscecht Europa's *).

Alle innere Anstalten der Reiche konnten alsonicht anders alS in diesem Begriffe sepn: denn dieKirche war nicht im Staat, sondern der Staat inder Kirche.

r. Da allenthalben Geist - und Weltliche dieStände des Reichs waren, so mußten die wichtigstenStaats - Ritter- und Lchngcbräuche gleichsam mitdem Siegel der Kirche bezeichnet werden. An Festenhielten die Könige ihren großen Hof; in Tempelngeschah ihre Krönung: ihr Schwur war aufs Evan-gelium und die Reliquien, ihre Kleidung ein gewei-hetcr Schmuck, ihre Krone und ihr Schwert heilig.Sie selbst wurden ihrer Würde wegen als Dienerder Kirche betrachtet, und genossen Vorzüge desgeistlichen Standes. Mehr oder weniger waren allefeyerliche Staatshandlungcn mit Messe und Reli-gion verbunden. Der erste Degen, den der Knappebekam, war auf dem Altar gewcihet, und als mitder Zeit die Ritterwürde in die Feycrlichkeit eines

Ordens

*) Leibnitz hat in mehreren Schriften diese Ideeberühret, und nahm sie bey Gelegenheit noch insein historisches System auf. Putters Ge-schichte der Entwicklung der Deutschen Sraats-verfassung gibt einen feinen Leitfaden von ihr,den in älteren Zeiten alle Statisten über Vorzügeoder Ansprüche des Deutschen Reichs nach ibrerWeise geführt haben.