gestund es ihm zu. Heinrich von Sachsen nann-te sich nur einen König von Deutschland , bisihn der Papst zur römischen Kaiserkrone einlud;Otto und seine Nachfolger bis zu Friedrich demAweyten empfingen sie von ihm, und glaubten da-mit einen Vorrang oder gar eine Art.Oberherrschaftüber alle Könige der Christenheit empfangen zu ha-ben. Sic, denen ihr Deutsches Reich zu verwaltenoft schwer ward, empfanden es übel, wenn ohne ihreBeleihung dem griechischen Reiche etwas entnommenwurde; sie bekriegten die Heiden und setzten Bi-schöfe in derselben Ländern. Wie der Papst einenchristlichen König in Ungarn schuf sioocr), so wardder erste christliche Fürst in Polen ein Lchnträgerdes Deutschen Reichs, und viele Kriege wurden fort-an dieser Lehnabhangigkeit wegen geführct. KaiserHeinrich II. empfing vom Papst den goldenen Reichs-apfel als ein Sinnbild, daß ihm die Welk zugehö-re; und Friedrich II. ward in den Bann gelhan,weil er den ihm aufgcdrungenen Kreuzzug aufschob.Ein Concilium entsetzte ihn: vom Papst ward derKaiserthron ledig erklärt, und so tief herrmterge-bracht, daß ihn kein auswärtiger Fürst annchmenwollte. Die christliche Sonne hat also ihren Mondübel berathen : denn über der Schirmvogtep der (Chri-stenheit kamen die Deutschen Kaiser zuletzt dahin,daß sie sich selbst nicht mehr zu beschirmen wußtan.Sie sollten umherzichcn , Reichs - und Gerichtstagehalten, Lehne, Sceptcc und Kronen verleihen, wurihnen der Papst es auftrug, indeß Ec an der Tibersaß, und die Welt durch Legaten, Bullen und In-terdikte regierte^ Kein katholisches Reich ist in Eu-ropa, das nicht dieselben Begriffe von seinem Könige
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