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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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206
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20.6 Ideen zur Philosophie

Hl.

^ Weltliche Schirmvogteyen der Kirche.

Ursprünglich waren die Könige Deutscher Stammeund Völker erwählte Feldherren, die Vorsteher derNation, die obersten Richter. AlS Bischöfe sie salb-ten, wurden sie Könige nach göttlichem Recht,Schirmvögte der Kirche ihres Landes; als der Papstden römischen Kaiser krönte, bestellte er ihn gleichsamsich zum Koadjutor: Er die Sonne, der Kaiser derMond, die übrigen Könige Gestirne am Himmelder christkacholischen Kirche. Dies System, das imDunkel angelegt war, ging nur in der Dämmerunghervor, es ward aber sehr bald lautbar. Schon derSohn Karls des Großen legte auf das Geheiß derBischöfe seine Krone nieder, und wollte sie nicht an-ders , als auf ihr neues Geheiß, wieder annchmcn;unter seinen Nachfolgern ward der Vertrag mehr-mals wiederholet, daß die Könige ihre geist- undweltlichen Stande in Geschäften der Kirche und desStaats als Mitgehülfen ansehcn sollten. Der fal-sche Zsidor endlich machte die Grundsätze allgemein,daß vermöge der Gewalt der Schlüssel der Papstberechtigt scy, Fürsten und Könige mit dem Bannzu belegen, und ihrer Regierung unfähig zu erklä-ren. Insonderheit maßte der Papst sich viel Rechtan über die römische Kaiser-Krone, und man