brr Geschichte der Menschheit. 20c
der Despoten entschied nach göttlichem Rechte. Ererlaubte zur Zeit der Karlingischen, Fränkischen undSchwäbischen Kaiser sich Anmaßungen, die ein Layesich nur mit allgemeiner Mißbilligung hatte erlaubenmögen, und das einzige Leben Kaiser Friedrichs desZweyten aus dem Schwäbischen Hause, von seimrMinderjährigkeit an unter der Vormundschaft deSNechtsgelehrtesten Papstes bis zu seinem und seinesEnkels Konradins Tode, mag die Summe dessensepn, was vom oberrichtlichen Amt der Papste überdie Fürsten Europa's gesagt werden kann. Unver-tilgbar klebt das Blut dieses Hauses am apostolischenStuhle. Welch eine fürchterliche Höhe, Dberrichterder Christenheit zu fern über alle europäischen Kö-nige und Lander! Gregor VII., wahrlich kein ge-meiner Mann, Inneren; III., Bonifacius VIII.sind davon redende Bewrise.
4. Die großen Institute der Hierar-chie in allen katholischen Landern sind un-verkennbar ; und vielleicht wären die Wissenschaftenlangst verarmt, wenn sie nicht von den übergeblic-benen Brosamen dieftr alten Heiligen - Tafel nochspärlich ernähr! würden. Indessen hüte man sichauch hier vor Irrung am Geist voriger Zeiten. Kei-nes Benediktiners Hauptabsicht war der 'Ackerbau,sondern die Mönchsandacht. Er hörte auf zu arbei-ten , sobald er nicht mehr arbeiten durfte; und wieviele Summen von d.m, was er erwarb, gingennach Rom, oder wohin sie nicht sollten! Auf dienützlichen Benediktiner sind eine Reihe andrer .Ordengefolgt, die zwar der Hierarchie zuträglich, dagegenaber Wissenschaften und Künsten, dem Staat undder Menschheit äußerst zur Last waren, vorzüglich