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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit.

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nach bringen mußte. Mitleidig gegen Arme undBedrängte nabm cs den den wilden Verheerungender Barbaren sic unter seinen Schutz; viele Bischöfein Gallien, Spanien, Italien und Deutschland ha-ben dies wie Heilige erwiesen. Ihre Wohnungenund die Tempel wurden eine Zuflucht der Bedräng-ten : sie kauften Sklaven los, befreyeten die Ge-raubten , und steurcten dem abscheulichen Menschen-handel der Barbaren, wo sie wußten und konnten.Diese Ehre der Milde und Großmuth gegen den un-terdrückten Thcil des Menschengeschlechts kann mandem Christenthum, seinen Grundsätzen nach, nichtrauben: von seinen ersten Zeiten an arbeitete es zurRettung dcr Mensch.cn, wie schon mehrere selbst un-politische Gesetze der morqcnländischcn Kaiser zeigen.Da in der abendländischen Kirche man dieser Wohl-that noch minder entbehren konnte, so sprechen vieleDekrete der Bischöfe in Spanien» Gallien undDeutschland dafür, auch ohne Zuthun des Papstes.

Daß in den Zeiten der allgemeinen UnsicherheitTempel und Klöster die heiligen Frcpstatten auch desstillen Fleißes und Handels, des Ackerbaues, derKünste und des Gewerbes gewesen, ist gleichfalls un-läugbar. Geistliche stifteten Jahrmärkte, die ilmenzur Ehre noch jetzo Messen heißen, und befriedigtensie, wenn selbst der Kaiser- und Königsbann sienicht sicher stellen konnte, mit dem Gottcsfriedcn.Künstler und Gewerke zogen sich an Klostermauern,und suchten vor dem leibeigen - machenden Adel Zu-flucht. Mönche trieben den vernachlaßigten Ackerbaudurch ibre und anderer Hände: sie verfertigten, wassie im Kloster bedurften, oder gaben wenigstens einemklösterlichen Kunstfleiß sparsamen Lohn und Raum.