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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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192 Ideen zur Philosophie

wandelles Brod, war der verwandelte Wein zuentbehren. Mit einer solchen Ockonomic gewann dieKirche Raum zu unzähligen Fceyheiten und unkost-baren Geschenken: denn auch der sparsamste Ocko-nom könnte gefragt werden, ob er aus Wasser,Brod, Wein, aus einigen Glas- oder Holzpcrlen,ein wenig Wolle, Salbe, und dem Kreuz ein nied-reres zu machen wisse, als daraus die Kirche gemachthat. So auch mit Formularen, Gebeten, (Zeremo-nien. Nie wollte sie vergebens erfunden und ange-ordnet haben: alte Formeln blieben, obwohl für dieneuere Zeit neue gehörten; die andächtige Nachkom-menschaft sollte und wollte wie ihre Vorfahren seligwerden. Noch weniger nahm die Kirche je einenihrer begangenen Fehler zurück; gar zu augenschein-lich begangen, ward er jederzeit nur auf die ver-blümtste Weise vernichtet: sonst blieb alles, wie eswar, und ward nach gegebnen Veranlassungen nichtverbessert, sondern vermehret. Ehe auf diesem be-dächtlichen Wege der Himmel voll Heiliger war, wardie Kirche voll Reichthümer und Wunder; und auchbcy den Wundern ihrer Heiligen hat sich die Erfin-dungskraft der Erzähler nicht bemühet. Alles wie-derholt sich und bauet auf den großen Grundsatz derPopularität, des Faßlichsten, des Gemeinsten, weileben Key der mindesten Glaubwürdigkeit das oft unddreist Wicderkommende selbst Glauben gebietet, undzuletzt Glauben findet.

3 . Mit dem Grundsatz des Kleinsten wußte dierömische Staatskunsi das Feinste und Gröbstedergestalt zu verbinden, daß sie in Beydcm schwer-lich zu übertrcffen se»n möchte. Niemand konnledcmüthigcr, schmeichelnder und flehender seyn, als in

Zeiten