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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 189

Bischöfe überging und endlich in allen katholischenReichen zum Gesetz ward. Mit den öfcern Lheilun-gen der Lander unter den Karlingcrn wurden auchdie Diöcesen der Bischöfe zerrissen, und der Papstbekam reiche Gelegenheit, in ihren Sprengeln zuwirken. Die Sammlung der Dccrcte des falschenIsidors endlich, die in diesen Karlingischen Zeiten,wahrscheinlich zwischen dem fränkischen und deutschenReich, zuerst öffentlich erschien, und da man sie ausUnachtsamkeit, List und Unwissenheit gelten ließ, alleeingerissene jüngere Mißbräuche auf einmal mit demältesten Ansehen fcststellte; dies einzige Buch dientedem Papst mehr als zebn Kaiser-Diplome: dennüberhaupt waren Unwissenheit und Aberglaube, mitdenen die ganze Abendwelr überdeckt war, das weiteund tiefe Meer, in welchem Petrus Netz fischte.

Am meisten zeigt sich die Staatsklughcit derrömischen Bischöfe darin, daß sie die widerwärtigstenUmstände ihnen zu dienen zwangen. Lange warensie von den morgenlandischen, oft wurdens sie auchvon den abendländischen Kaisern gedrückt; und dochmußte ihnen Konstantinopel zuerst den Rang einesallgemeinen Bischofs zugestehn, Deutschland endlichdie Investitur der geistlichen Reichsstände doch über-lassen. Die griechische Kirche trennte sich; auch zumVortheil des Papstes, der in ihr nie zu dem Anse-hen hatte kommen können, nach welchem er im Oc-cident strebte; jetzt schloß er die Seinige desto festeran sich. Mahomed erschien, die Araber bemächtig-ten sich eines großen Theils des südlichen Europas;sie streiften selbst nahe an Rom und versuchten Lan-dung ; auch diese Uebcl wurden dem Papst ersprieß-lich, der sowohl die Schwäche der griechischen Kaisir,