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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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kcr, die der Bischof ;u Rom mit dem rechtgläubi-gen Kreuz doch endlich bezeichnen mußte, wenn siein dieser rechtgläubigen Gegend friedlich wohnen soll-ten ; und die nicht selbst kamen, suchte er auf. Ge-bete und Weihrauch sandte er den Nationen; wofürsie ihm Gold und Silber wcihetcn, und seine zahl-reichen Diener mit Aeckern, Wäldern und Auen be-gabten. Die schönste Gabe aber, die sie ihm dar-brachten, war ihr unbefangenes rohes Herz, dasmehr sündigte, als es Sünden kannte, und von ihmSündenregister empfing, damit es den Ablaß dersel-ben empfangen möchte. Hier kamen die SchlüsselPetrus in Ucbung, und sie erklungen nie ohne Be-lohnung. Welch ein schönes Erbtheil der Geistlichenwaren die Lander der Gothen, Alemannen, Fran-ken, Angeln, Sachsen, Danen, Schweden, Sla-ven, Pohlen, Ungarn und Preußen! Je spaterdiese Völker ins Himmelreich traten, desto theurermußten sie den Eintritt, oft mit Land und Frcyheit,bezahlen. Je nördlicher oder östlicher, desto lang-samer war die Bekehrung, desto ansehnlicher ihrDank: je schwerer ein Volk ans Glauben ging, destofester lernte es glauben. Nach Grönland hinaus,zur Düna und zum Dnepr gen Osten, westlich biszu jedem äußersten Vorgebirge reichte endlich des rö-mischen Bischofs Hürde.

Der Bckebrer der Deutschen, Winfried oderBonifacius hat dem Ansehen des Papstes über Bi-schöfe, die außer seiner Diöcese saßen, mehr empor-geholfen, als es irgend ein Kaiser hätte thun mögen.Als Bischof im Lande der Ungläubigen hatte er demPapst einen Eid der Treue geschworen, der nachherdurch Ueberredung und Forderungen auch auf andre