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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zur Philosophie

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der Sitten und sonstiger Ordnung die geistlichenReichsstande viel beygetraaen haben; so ward aufder andern Seite durch Einführung einer doppeltenGerichtsbarkeit, ja eines unabhängigen Staats imStaate der letzte in allen seinen Grundsätzen wan-kend. Keine zwey Dinge konnten einander an sichfremder seyn, als das römische Papstthum und derGeist Deutscher Sitten: jenes untergrub diese un-aufhörlich, wie es sich gegenthcils vieles aus ihnenzueignetc, und zuletzt Alles zu Einem Deutsch-Römi-schen Chaos machte. Wofür allen Deutschen Völ-kern lange geschaudert hatte, das ward ihnen amEnde über alles lieb; ihre eignen Grundsätze ließensie gegen sich selbst gebrauchen. Die Güter der Kir-che, dem Staat entrissen, wurden in ganz EuropaEin Gemeingut, für welches der Bischof zu Romkräftiger als irgend ein Fürst für seinen Staat wal-tete und wachte. Eine Verfassung voll Widerspruchsund unseliger Zwiste.

6. Weder Krieger noch Mönche näh-ren ein Land; und da Key dieser Einrichtung fürden erwerbenden Stand so wenig gesorgt war, daßvielmehr alles in ihr dahinging, Bischöfen und Edclndie ganze Welt leibeigen zu machen : so siehet man ,daß damit dem Staat seine lebendigste Triebfeder,der Fleiß der Menschen, ihr wirksamerfreyer Erfindungsgeist auf lange geraubtwar. Der Wehrsmann hielt sich zu groß, die Acckerzu bauen, und sank herab; der Edle und das Klosterwollte Leibeigne haben, und die Leibeigenschaft hatnie etwas Gutes gefördert. So lange man Land undGüter nicht als einen nutzbaren, in allen Theilenund Produkten organischen Körper, sondern als ein