porkommen, als auf dem Fränkischen Boden, vonda sie durch die Normannen nach England und Si-cilien, mit der Kaiserkrone nach Deutschland, vondannen in die Nordischen Reiche, und aus Burgundendlich in höchster Pracht nach Spanien hinüberge-pflanzt worden ist; wo sie dann allenthalben nachOrt und Zeit neue Blüthen getragen. Non einersolchen Staatsdichtung, das Hauswesen des Regen-ten zur Gestalt und Summe des Reichs zu machen,wußten weder Griechen noch Römer, weder Alexan-der noch Augustus; am Jaik aber oder am Jenisei-strom ist sie einheimisch, basier auch nicht unbedeu-tend die Zobel und Hermeline ihr Sinnbild undWappenschmuck geworden.
5. In Europa hatte diese Verfassung schwerlichso festen Platz gewinnen oder behalten mögen, wennnicht, wie wir gesehen, diese Barbarei) bereits eine an-dre vor sich gefunden hatte, mit der sie sich freund-lich vermahlte, die Bar barer, des RömischenPapst thums. Denn weil die Klerisey damals denganzen Rest der Wissenschaften besaß, ohne welche auchdie Barharen in diesen Landern nicht seyn konnten:so blieb diesen, die sich selbst Wissenschaften zu er-werben nicht begehrten, nur Ein Mittel übrig, siegleichsam mitzuerobern, wenn sie die Bischöfe untersich aufnahmen. Es geschah. Und da diese mit denEdlen Reichsstande, mit den Dienern des HofesHofdiener wurden; da wie diele, auch sie sich Be-»cficien, Gerechtigkeiten und Lander verleihen ließen,und aus mehreren Ursachen den Laycn in Vielemzuvorkamen: so war ja keine Staatsverfassung demPapstthum holder und werther, als diese. Wie nunEinerseits nicht zu laugnen ist, daß zu MilderungPhilos und Gesch. VI. Th. M N-en, IV.