der Geschichte der Menschheit. 169
ne zu Achen gekrönt war, sich diesen großen Fran-ken zum Verbilde; und da cin Abentcmr, die schöneWittwe Adelheid aus» dem Thurm zu rette», ihmdas Königreich Italien verschaffte, und ihm dadurchfreylich der Weg nach Rom offen war; so folgtennun Ansprüche auf Ansprüche, Kriege auf Kriege,von der Lombardey bis nach Ealadrien und Sicilienhinab, >vo allenthalben für die Ehre seines KaisersDeutsches Blut vergossen, der Deutsiche vom Italie-ner betrogen, Deutsche Kaiser und Kaiserinnen inNom mißhandelt, Italien von Deutscher Tyranneybesudelt, Deutschland von Italien aus seinem Kreisegerückt, mit Geist und Kraft über die Alpen gezo-gen, in seiner Verfassung von Nom abhängig, mitsich selber uneins, sich selbst und andern schädlichgemacht ward, ohne daß die Nation von dieser blen-denden Ehre Vortheil gezogen hatte. 8io Vos nonVobis war immer ihr bescheidener Wahlfpruch.
Desto mehr Ehre gebührt der Deutschen Na-tion , daß sic eben unter diesen gefährlichen Umstän-eden, in welche sie die Verbindung der Dinge setzte,als eine Schutzwehr und Vormauer des Ehristen-thums zur Kreyheit und Sicherheit des ganzen Eu-ropa dastand. Heinrich der Vogler schuf aus ihrdiese Vormauer, und O t'to der Große wußte siezu gebrauchen, aber auch dann folgte die treue wil-lige Nation ihrem Beherrscher, wenn beym allge-meinen Ehaos ihrer Verfassung dieser selbst nichtwußte, welchen Weg er sie führe. Als gegen die
Raubereven der Stande der Kaiser selbst sein Volknicht schützen konnte, schloß sich ein Theil der Na-tion in Städte und erkaufte sich von ihren Räubernselbst das sichere Geleit eines Handels, ohne welchen