l52
Ideen zur Philosophie
gelischen Zinsgroschcn reichlich ersetzt hat. Kaum istein andres Land in Europa mit so vielen Klösternund Stiftungen bedeckt worden, als England, unddoch ist aus ihnen für die Litteratur weniger gesche-hen, als man erwarten möchte. Das Christenthumdieser Gegenden nämlich sprofsete nicht, wie in Spa-nien, Frankreich, Italien, ja selbst in Irland, ausder Wurzel einer alt-apostolischen Kirche; neu-römi-sche Ankömmlinge waren cs, die den rohen Sachsendas Evangelium in einer neueren Gestalt brachten.Desto mehr Verdienst hatten diese Englische Mönchenachher in auswärtigen Bekehrungen, und würdensolche auch, wenigstens in Klosternachrichten zur Ge-schichte ihres Landes haben, wenn diese den Verwü-stungen der Danen entronnen waren.
Sieben Königreiche sächsischer Barbaren, dieauf einer mäßig-großen Halbinsel in ungleichen Gren-zen neben- und miteinander heidnisch und christlichkämpfen, sind kein erfreulicher Anblick. Und dochdauerte mehr als 3 oc> Jahre dieser chaotische Zu-stand, aus welchem nur hie und da Stiftungen undSatzungen der Kirche, oder die Anfänge einer ge-schriebenen Gesetzgebung, wie z. B. Adelberts undJna's, hervorschimmern (828.). Endlich kamen un-ter König Egbert die sieben Königreiche zusammen;und mehr als Ein Fürst derselben würde Muth undKraft gehabt haben, ihre Verfassung blühend zumachen, hätten nicht die Streifereyen der Normän-ner und Dänen, die mit neuer Raubbegierde aufdie See gejagt waren, sowohl an Frankreichs alsEnglands Küsten, über zwcy Jahrhunderte lang,alles daurende Gute gehindert. Unsäglich ist derSchade, der durch sie gestiftet, unaussprechlich die