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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zur Philosophie

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werden konnten, und der noch unansgetilgte Römer-charakter sich nie ganz unterdrücken ließ; obwohlauch in Italien die Lehnzertheilung der Zunder un-säglicher Unruhen, ja eine Hauptursache mit gewe-sen, warum seit den Zeiten der Römer das schöneLand nie zur Consistcnz eines Vesten Zustandes gelan-gen konnte. Zn andern Landern werden wir dieAnwendung des longobardischen förmlichen Lcbnrech-tes, zu welchem in allen Verfassungen DeutscherVölker ähnliche Keime lagen, weit verderblicher fin-den. Seit Karl der Große die Lombardei) in seinBesitzthum zog und als Erbthei! unter seine Söhnebrachte; seitdem unglücklicher Weise auch der Römi-sche Kaisertitcl nach Deutschland kam, und dies ar-me Land, das nie zu einer Hauptbcsinnung kommenkonnte, mit Italien in das gefährliche Band zahl-reicher und verschiedner Lchnverknüpfungen zog: seit-dem ward, ehe noch ein Kaiser das geschriebene Lon-gobardische Recht ancmpsahl und dem JustinianischenRecht bcyfügte, in mehreren Ländern die ihm zumGrunde liegende Verfassung allen an Städten undKünsten armen Gegenden gewiß nicht zum Bestenerrichtet. Aus Unwissenheit und Vorurtheil derZeiten galt endlich das Longobardischc für das all-gemeine Kaiserliche Lehnrecht; und so lebt diesVolk noch jetzt in Gewohnheiten, die eigentlichnur aus seiner Asche Gesetzen gesammlet wur-den *).

Ausser denen, die die Geschichte der Rechte all-gemein und einzeln bearbeitet haben, ist Gi-annone Geschichte von Neapel für