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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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der Geschichte der Menschheit. 1 33

gesorgt; es hakte durch Deutsche Rechtlichkeit und Ord-nung Sicherheit und Wohlstand verbreitet; wöbe» je-dem frcygcstcllet blieb, nach longobardischen oder eig-nen Gesetzen zu leben. Der Longobarden Rechts-ganq war kurz, förmlich und bindend; lange nochgalten ihre Gesetze, als schon ihr Reich gestürzt war.Auch.Karl, der Unterdrücker desselben, ließ sie gelten,und fügte die seinen nur an. In mehreren StrichenItaliens sind sie nebst dem Römischen, das gemeineGesetz geblieben und haben Verehrer und Erklärergefunden, auch da späterhin auf Befehl der Kaiserdas Justinianische Recht emporkam.

Dem allem ungeachtet ist nicht zu läugnen, daßinsonderheit die Lehnversassunq der Longobarden, dermehrere Nationen Europa's folgten, diesem Welttheilunselige Folgen gebracht habe. Dem Bischöfe Romskonnte cs angenehm ft»n, daß Key einer zertheiltenMacht des Staats eigenmächtige Vasallen nur durchschwache Bande an ihre Obcrhcrrcn geknüpft waren:denn nach der alten Regeltheile und herrsche!"mochte man sodann ans jeder Unordnung Vorthcilziehen. Herzoge, Grafen und Barone konnte mangegen ihre Lchenverleihec aufregen, und durch Ver-gebung der Sünde be» rohen Lehns - und Kriegs-männern für die Kirche viel gewinnen. Dem Adelist die Lehnverfassung seine alte Stütze, ja die Lei-ter gewesen, auf welcher Beamte zu Erbeigenlhü-rnern, und wenn die Ohnmacht der Anarchie eswollte, zur Landeshoheit selbst hinausstiegcn. FürItalien mochte dies Alles weniger schädlich sevn, dain diesem langst kultivirten Lande Städte, Künste,Gewerbe und Handel in Nachbarschaft mit den Grie-chen, Asiaten und Afrikanern nie ganz vernichtet