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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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123 Ideen zur Philosophie

einer gerechten und "friedlichen Regierung. SeitMark-Autonins Zeiten wor dieser Theil der römi-schen Welt nicht weiser und gütiger beherrscht wor-den, als er über Italien und Jllyrikum, einenTheil von Deutschland und Gallien, ja als Vor-mund auch über Spanien herrschte, und zwischenWestgothen und Franken lange den Zügel hielt.Ohngeachtct seines Triumphes zu Rom maßte ersich den Kaisertitel nicht an, und war mit demNamen Flavius zufrieden; aber alle kaiserlicheN.acht übte er aus, ernährte das römische Volk,gab der Stadt ihre alten Spiele "wieder, und daer ein Arianer war, sandte er den Bischof zu Romselbst in der Sache des Arianismus als seinen Ge-sandten nach Konstantinopel. So lange er regier-te, war Friede unter den Barbaren: denn das

Westgothische, Fränkische, Wandalische, Thürin-gische Reich waren durch Bündnisse oder" Bluts-frcundschaft mit ihm vereinigt. Italien erholtesich unter ihm, indem er dem Ackerbau und denKünsten aufhals, und jedem Volk blieben seine Ge-setze und Rechte. Ec unterhielt und "ehrte die Denk-mahle des Altecthums, bauete, obwohl nicht ganzmehr im Römergcschmack, prächtige Gebäude, vonwelchen vielleicht der Name der gothischen Baukunstherrührct- und seine Hofhaltung ward von allenBarbaren verehret. Sogar ein schwacher Schimmerder Wissenschaften ging unter ihm auf: die Na-

men seiner ersten Staatsdiener, eines Cassiodor,Voethius, Symmachus sind noch bis jetzt hochge-schätzte Namen; obgleich die beydcn letzten, aufeinen Verdacht, daß sie die Frepheir Roms wieder-

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