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und da sie bcy wachsender Noch des Reichs nichtmehr bezahlt werden konnten, bezahlten sie sichselbst; ein dritter Theil des Landes ward ihnen inItalien zum Anbau gegeben, und ein glücklicherAbenteurer, Odoaker, Anführer der Scirren, Nil-gen und Herulen, ward Italiens erster König (476).Er bekam den letzten Kaiser RomuluS in seine Hän-de, und da ihn dessen Jugend und Gestalt zumMitleiden bewegten, schickte er ihn mit einem Jechr-geldc auf eine Villa Luculls in Eampanien. Sie-benzchn Jahre hat Odoaker Italien bis nach Sici-licn hinab nicht unwürdig, obwohl unter den größe-sten Landplagen verwaltet, bis die Beute eines soschönen Besitzes den König der Ostgothcn, Thcode-rich, reizte. Der junge Held ließ sich Italien vomHofe zu Konstantinopcl zum Königreich anweisen,überwand den Odoaker, und da dieser einen demü-thigenden Vergleich nicht halten wollte, ward er er-mordet (493). So begann der O stgoth e n Herr-schaft.
Theoderich ist der Stifter dieses Reiches, dendie Volkösage unter dem Namen Dietrich von Bernkennet, ein wohlgebildcter und wohlgcsinneter Mann,der als Geisel in Konstantinopel erzogen war unddem morgenlandischcn Reich viel Dienste gethan hat-te. Dort war er schon mit der Würde eines Patri-cius und Konsuls geschmückt; ihm zur Ehre wareine Bildsäule vor dem kaiserlichen PaUast errichtet;Italien aber ward das Feld seines schöneren Ruhms,