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nisten, Manichäern, Arianern, Juden, dem Pcla-gius, Nestorius u. a. ihre Rcchtglaubigkeit hart er-wiesen. Die frühe Hierarchie der Bischöfe dieserapostolischen Halbinsel, ihre öfteren und strengenConcilien gaben dem römischen Stuhl selbst ein Vor-bild, und wenn das Fränkische Reich diesem Ober-hirten späterhin mit dem weltlichen Arm aufhalf,so hatte Spanien ihm früher mit dem geistlichenArm geholfen. In ein solches Reich voll alter Kul-tur und festgcstellter Kirchenverfassung rückten dieGorhen, treuherzige Arianer, die dem Joch der ka-tholischen Bischöfe schwerlich zu widerstehen vermoch-ten. Zwar hielten sie lange ihren Nacken aufrecht:sie wapneten sich sowohl mit Güte als mit Verfol-gung, und strebten nach der Vereinigung beyder Kir-chen. Vergebens: denn nie gab die herrschende rö-misch - karholischc Kirche nach, und zuletzt wurdenauf mehreren Concilien zu Toledo die Arianer sohart verdammet, als ob nie ein Spanischer Königdieser Sekte ergeben gewesen wäre. Nachdem KönigLcovigild, der letzte von gothischcr Kraft, dahin war(586), und Reccard, sein Sohn, sich der katholischenKirche bequemte; sogleich bekommen auch die Gesetzedes Reichs, in der Versammlung der Bischöfe gege-ben, den Bischofs- und Mönchscharakter. Körper-liche Strafen, sonst verabscheuet von den Deutschen,fangen an in ihnen zu herrschen; noch mehr aberwird ein Geist des Ketzergerichts in ihnen sichtbar,lange vorher che man den Namen einer Inquisitionkannte *).
*) Die Schlüsse der Kirchenvcrsammlungen sind, aus-ser den größeren Sammlungen der blsxana Lu-