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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. AS

lung der römischen Gesetze, die auf Iustinians Be-fehl geschah, so mangelhaft und zerstückt sie sey, somancher Mißbrauch auch von ihr gemacht worden,bleibt ein unsterbliches Dcnkmahl des alten achtenRömergeistes, eine Logik des thatigen Verstandesund eine prüfende Norm jeder besseren Gesetzgebung.Daß sich in diesem Reich, obwohl in schlechter An-wendung, die griechische Sprache und Literatur solange erhielt, bis das westliche Europa fähig ward,sie aus den Händen konstantinopolitanischer Flücht-linge zu empfangen, ist für die ganze gebildete Welteine Wohlthac. Daß Pilgrimmc und Kreuzfahrer derMittlern Zeiten auf ihrem Wege zum heiligen Gra-be ein Konstantinopel fanden, wo sie zum Ersatzmancher erwiesenen Untreue wenigstens mit neuenEindrücken von Pracht, Kultur und Lebensweise inihre Höhlen , Schlösser und Klöster zurückkehrtcn,bereitere dem westlichen Europa mindstens von ferneine andre Zeit vor. Venetianer und Genueser ha-ben in Alexandrien und Konstantinopel ihren größe-ren Handel gelernt, wie sie denn auch größtentheilSdurch Trümmer dieses Kaiserthums zu ihrem Rcich-thum gelanget sind und von dortaus manches Nütz-liche nach Europa gebracht haben. Der Seidenbauist uns aus Persien durch Konstantinopel zugekom-men; und wie manches hat der heilige Stuhl zuRom, wie manches hat Europa als ein Gegenge-wicht gegen diesen Stuhl dem morgenländischen Reichzu danken!

Endlich versank dies stolze, reiche und präch-tige Babel; mit allen Herrlichkeiten und Schätzenging es im Sturm an seine wilden Ucberwinderüber. Langst hatte es seine Provinzen nicht zu