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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zue Philosophie

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Araber dem griechischen Reich Aegypten und Asiengenommen hatten, zog sich der Handel der Weltüber das schwarze und kaspische Meer, um die alteWollüstige zu versorgen. Alexandrien, Smyrna,Antiachicn, das Busenvolle Griechenland mit seinenAnlagen, Städten und Künsten, das Inselnvollemittelländische Meer, vor allem aber der leichte Cha-rakter der griechischen Nation, alles trug Key, denSitz des christlichen Kaisers zum Sammelplatz vonLastern und Thorheiten zu machen; und was ehe-mals dem alten Griechcnlande zum Besten gedienthatte, gereichte ihm jetzt zum Acrgsten.

Deshalb aber wollen wir diesem Reich auchden kleinsten Nutzen nicht absprcchen, den es, inseiner Beschaffenheit und Lage, der Welt gebrachthat. Lange war cs ein Damm, obgleich ein schwa-cher Damm gegen die Barbaren, deren mehrere inseiner Nachbarschaft oder gar in seinem Dienst undHandel ihre Rohheit abgelegt, und einen Geschmackfür Sitten und Künste empfangen habe». Der be-ste König der Gothen, Thcodorich z. B., war inKonstantinopel erzogen; was cr Italien Gutes that,haben wir jenem östlichen Reiche mit zu verdanken.Mehr als Einem barbarischen Volk hat Konstanti-nopel den Saamen der Kultur, Schrift und dasChristenthum gegeben: so bildete der Bischof Ulphi-las für seine Gothen am schwarzen Meer das grie-chische Alphabet um, und übersetzte das neue Testa-ment in ihre Sprache; Russen, Bulgarn, und an-dre Slavische Völker haben von Konstantinopel ausSchrift, Christcnthum und Sitten auf eine vielmildere Weise bekommen, als ihre westlichen Mit-brüder von den Franken und Sachsen. Die Samm-