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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. g3

Kunst in Konstantinopel, die prächtige Sophicnkir-che, war mit barbarischem Schmuck überladen. Soviele Schatze des Alterthums in diesem Babel zu-sammengchäuft wurden: so wenig konnte griechischeKunst oder Dichtkunst daselbst gedeihen. Man er-schrickt vor dem Hofstaat, der noch im zehnten Jahr-hundert den Kaiser in Kriegs- und Friedcnszeiten,zu Hause und zum Gottesdienst begleiten mußte,wie ein Purpurgebohrnec Sklave desselben ihn selbstbeschreibt; *) und wundert sich, daß ein Reich vondieser Art nicht viel früher gefallen sei), als cs fiel.Dem mißgebrauchten Christenthum allein kann hier-an die Schuld nicht ben gemessen werden: denn vomersten Anfänge an war Byzanz zu einem glänzend-üppigen Bettlerstaat eingerichtet. Mit ihm war keinNom entstanden, das unter Bedrückungen, Streitund Gefahr erzogen, zur Hauptstadt der Welt sichselbst machte; auf Kosten Roms und der Provinzenward die neue Stadt gegründet und sogleich mit ei-nem Pöbel beladen, der unter Heuchelei) und Müs-slggange, unter Titeln und Schmeichelcyen von kai-serlicher Milde und Gnade, das ist, vom Mark desReichs lebte. Am Busen der Wollust lag die neueStadt, zwischen allen Wclttheilen in der schönstenGegend. Aus Asien, Persien, Indien, Aegyptenkamen ihr alle Maaren jener üppigen Pracht, mitwelchen sie sich und die nord-westliche Welt ver-sorgte. Ihr Hafen war voll von Schiffen aller Na-tionen; und noch in spätem Zeiten, als schon die

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