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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zur Philosophie

then, Langobarden, Franken und Sachsen haben andiesen Mordspielen für oder gegen Arianer, Vogo-milen, Katharer, Albigenser, Waldenser u. f. infrommer Rechrglaubigkcit mit eifrigem KetzercrnstAnthcil genommen und als streitende Völker für dieachte Taufformel ihre Klinge nicht vergebens geführct;eine wahre streitende Kirche. Vielleicht gibt es keinöderes Feld der Literatur, als die Geschichte die-ser christlichen Wort - und Schwertübung, die demmenschlichen Verstände seine eigne Denkkraft, denUrkunden des Ckristenthums ihre klare Ansicht, derbürgerlichen Verfassung ihre Grundsätze und Maas-regeln dergestalt geraubt hatte, daß wir zuletzt andernBarbaren und Sarazenen danken muffen, daß siedurch wilde Einbrüche die Schande der menschlichenVernunft zerstörten. Dank sey allen den Männern, *)die uns die Triebfedern solcher Streitigkeiten, dieAthanafe, Cyrille, Thcophile, die Constantine undIrenen in ihrer wahren Gestalt zeigen: denn so langeman im Christenthum den Namen der Kirchenvaterund ihrer Concilien noch mit Sklavenfurcht nennet.

*) Nach den älteren Bemühungen der Reformatoren,sodann eines Calirtus, D a l l ä u s, du Pin,le Clerc, Mosheim u. a. wird für diefrcyere Ansicht der christlichen Kirchengeschichteder Name Semmler immer ein hochachtens-werrher Name bleiben. Auf ihn ist Spittlerin einem durchschauenden lichteren Bortrage ge-folgt, andre werden ihm folgen, und jede Pe-riode der christlichen Kirchengeschichte in ihremrechten Licht zeigen.