der Geschichte der Menschheit. LZ
gesunde Vernunft schaudert. Nur in der griechischenSprache konnten manche dieser Aankereyen geführtwerden, der sie auch auf ewig hatten eigen bleibenund nie zu allgemeinen Lehrformeln aller Sprachenerhoben werden sollen. Da ist auch keine Wahrheit,keine Erkenntnis, die dem menschlichen Wissen ei-nen Zuwachs, dem Verstände eine neue Kraft, demmenschlichen Willen eine edle Triebfeder gegeben hat-te ; vielmehr kann man die ganze Polemik der Chri-sten , die sic gegen Arianer, Photinianer, Macedo-niancr, Nestorianer, Eutychianer, Monophysiken,Tritheiten, Mvnotheliten u. si geführt haben, gera-dezu vertilgen, ohne daß das Ehristcnthum oderunsre Vernunft den mindstcn Schaden erhielte. Ebenvon ihnen allen, und von ihrer Wirkung, jenen gro-ben Dekreten so mancher Hof- und Rauberconcilien,hat man wegsehen und sie sammtlich vergessen müs-sen, um nur abermals wieder zu einem reinen er-sten Anblick der christlichen Urschriften und zu ihreroffnen, einfachen Auslegung gelangen zu können; janoch hindern und quälen sie, hier, da und dort vielefurchtsame oder gar um ihretwillen verfolgte Seelen.Der ganze spekulative Kram dieser Sekten ist jenerlernäischen Schlange, oder den Kettenringen einesWurmes ähnlich, der im kleinsten Glieds wiederwächst, und unzeitig abgerissen, den Tod gewahret.Zn der Geschichte füllt dies unnütze, menschenfeind-liche Gewebe viele Jahrhunderte: Ströme Blutes sinddarüber vergossen; unzählige, oft die würdigstenMenschen, durch die unwissendsten Bösewichtcc umGut und Ehre, um Freunde, Wohnung und Ru-he, um Gesundheit und Leben gebracht worden.Selbst die treuherzigen Barbaren, Burgunder, Go-