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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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R- Ideen zur Philosophie

Trümmern andrer Zeiten traurig und beschrankt da;viele werden nur der Geschenke, Abgaben und Knechts-dicnsie wegen geduldet.

4. Da das Christenthum vorzüglich durch Lehrewirket: so kommt allerdings vieles auf die Sprachean, in welcher es gelehret wird, und auf die in der-selben bereits enthaltene Kultur, der es sich recht-gläubig anfchließt. Mit einer gebildeten oder allge-meinen Sprache pflanzet es sich sodann nicht nurfort, sondern cs erhalt auch durch sie eine eigne Kul-tur und Achtung; sobald es dagegen, als ein heiligerDialekt göttlichen Ursprunges, hinter .andern leben-dige!! Sprachen znrückbleibt, oder gar in die engenGrenzen einer abgeschlossenen, rauhen Vater-Mund-art wie in ein wüstes Schloß verbannt wird: so mußes in diesem wüsten Schlosse mit der Zeit sein Lebenals ein armer Tyrann oder als ein unwissender Ge-fangner kümmerlich fortzichn. Als in Asien die Grie-chische und nachher die Syrische Sprache von der sie-genden Arabischen verdrängt ward, kamen auch dieKenntnisse, die in jenen lagen, außer Umlauf; nurals Liturgieen, als Bekenntnisse, als eine Mönchs-Theologie dursten sie sich fortpflanzen. Sehr trüglichist also die Behauptung, wenn man alles das demInhalt einer Religion zuschreibt, was eigentlich nurden Hülfsmitteln gehört, durch welche sie wirkte.Sehet jene Thomaschristen in Indien, jene Georgier,Armenier, Adyssinier und Kopten an; was sind sie?was sind sie durch ihr Christenthnm worden? Kop-ten und Adyssinier besitzen Bibliotheken alter, ihnenselbst unverständlicher Bücher, die in den Händender Europäer vielleicht nutzbar waren; jene brauchensi«nicht, und können sie nicht brauchen. Ihr Chri-sten-