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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 77

umher, um ihre Sekte, ihren Sprengel, ihre Ge-walt auszubrciten: sie suchen die Gunst der Fürsten,um Einfluß in die Geschäfte oder um Klöster undGemeinen zu erhalten: Eine Parchey strebt gegendie andre, und sorgt, daß sie die herrschende werde:so jagen Juden und Christen, Nestorianer und Mo-nophysiten einander umher; und keiner Parthey darfes einfallen, auf das Beste einer Stadt oder einesErdstrichs rein und srey zu wirken. Die Klerisei) derMorgenlander, die immer etwas Mönchartiges hatte,wollte Gott dienen und nicht den Menschen.

2. Um auf Menschen zu wirken, hatte mandrei) Wege, Lehre, Ansehen, und gottes-dienstliche Gebrauche. Lehre ist* allerdingsdas reinste und wirksamste Mittel, sobald sie vonrechter Art war. Unterricht der Jungen und Alten,wenn er die wesentlichen Beziehungen und Pflichtender Menschheit betraf, konnte nicht anders als eineAnzahl nutzbarer Kenntnisse in Gang bringen, oderim Gange erhalten; der Ruhm und Vorzug, solcheauch dem geringen Volk klarer gemacht zu haben,bleibet dem Ehristenthum in vielen Gegenden aus-schließend eigen. Durch Fragen, Predigten, Lieder,Glaubensbekenntnisse und Gebete wurden Kenntnissevon Gott und der Moral unter die Völker verbrei-tet : durch Uebersctzung und Erklärung der heiligenSchriften kam Schrift und Litteratur unter dieselbe;und wo die Nationen noch so kindisch waren, daß sienur Fabeln fassen mcchten, da erneuerte sich wenig-stens eine heilige Fabel. Offenbar aber kam hiebeyalles daraus an, ob der Mann, der lehren sollte,lehren konnte, und was es war, das er lehrte?Auf beydc Fragen wird die Antwort nach Personen,