der Geschichte der Menschheit. 6<)
menschlichen Verstandes nicht unnützlich *). Weiterhinaus ist die Lehre des Meines gedrungen, derkeinen kleinern Zweck hatte, als ein vollkommenesEhristcnthum zu stiften. Er scheiterte; und scineauSgebreiteten Anhänger wurden zu allen Zeiten, anallen Orten dergestalt verfolget, daß der Name Ma-nichäer, insonderheit seitdem Augustinus die Federgegen sie geführt hatte, fortan der schrecklichste Nameeines Ketzers blieb. Wir schaudern jetzt vor diesemkirchlichen Vcrfolgungsgeist, und bemerken, daß meh-rere dieser schwärmenden Harcsiarchen unternehmendedenkende Köpfe waren, die den kühnen Versuch mach-ten, nicht nur Religion, Metaphysik, Sitten- undNaturlehre zu vereinigen, sondern sie auch zum Zwcckeiner wirklichen Gesellschaft, eines philosophisch-poli-tischen Rcligionsordens zu verbinden. Einige dersel-ben liebten die Wissenschaft, und sind zu beklagen,daß sic nach ihrer Lage keine genauere Kenntnisse ha-ben konnten; die katholische Parthey indeß wäreselbst zum stehenden Pfuhl geworden, wenn diesewilden Winde sie nicht in Regung gesetzt und wenig-stens zur Vcrthcidigung ihrer buchstäblichen Traditiongezwungen hätten. Di? Zeit einer reinen Vernunftund einer politischen Sitteuverbcsserung aus derselbenwar noch nicht da, und für Manes Kirchengemein-schast war weder in Persien noch Armenien, auch
*) Rach Beausobrc, Mosheim, Brücker,Walch, Jablonsky, Semleru. a. kön-nen wir jetzr diese Sachen Heller und freyer be-trachten.
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