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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 63

aber ist das überwiegende Schädliche dieser Lebens-weise, sobald sie ein unwiderrufliches Gesetz, ein knech-tisches Joch oder ein politisches Netz wird, sowohl fürdas Ganze der Gesellschaft als für einzelne Gliederderselben unverkennbar. Von Tsina und Tibet anbis nach Irland, Mc;iko und Peru sind Kloster derBon,en, Lama's und Talapoine, so wie nach ihrenKlassen und Arten aller christlichen Mönche 'undNonnen Kerker der Religion und des Staats, Werk-stätten der Grausamkeit, des Lasters und der Unter-drückung oder gar abscheulicher Lüste und Bubenstük-ke gewesen. Iud ob wir zwar keinem geistlichen 27r-dcn das Verdienst rauben wollen, das er um denVau der Erde, oder um Menschen und Wissenschaftgehabt hat; so dürfen wir auch nie unser Thr vorden geheimen Seufzern und Klagen verschliefen, dieaus diesen dunkeln, der Menschheit entrissenen Ge-wölben tönen; noch wollen wir unser Auge abkehren,um die leeren Traume überirdischer Beschaulichkeit,oder die Kabalen des wülhcnden Möncheifers durchalle Jahrhunderte in einer Gestalt zu erblicken, die ge-wiß für keine erleuchtete Zeit gehöret. Den, Christen-thum sind sie ganz fremde: denn Christus war keinMönch, Maria keine Nonne; der älteste Apostel führ-te sein Weib mit sich, und von überirdischer Beschau-lichkeit wissen weder Christus noch die Apostel.

7 . Endlich hat das Christen th um, in-dem es ein Reich der Himmel a u f C c-den gründen wollte, und die Menschen vonder Vergänglichkeit des Irdischen überzeugte, zwarzu jeder Zeit jene reinen und stillen Seelen gebil-det, die das Auge der Welt nicht suchten und vorGott ihr Gutes thacen; leider aber hat es auch