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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

durch einen argen Mißbrauch den falschen Enthu-siasmus genährt, der fast von seinem Anfänge an,unsinnige Märtyrer und Propheten in reicher Zahlerzeugte. Ein Reich der Himmel wollten sie aufdie Erde bringen, ohne daß sie wußten, wie oderwo es stünde ? Sie widerstrebten der .Obrigkeit,-fcken das Band der Ordnung auf, ohne der Welteine bessere geben zu können; und unter der Fülledes christlichen Eifers versteckte sich pöbelhafter Stolz,kriechende Anmaßung, schändliche Lust, dumme Thor-heit. Wie betrogene Juden ihren falschen Meistenanhingcn, rotteten hier die Christen sich unter kühneBetrüger, dort schmeichelten sie den schlechtsten See-len tyrannischer, üppiger Regenten, als ob Diesedas Reich Gottes auf die Erde brächten, wenn sieihnen Kirchen ballten oder Schenkungen verehrten.So schnreichelte man schon dem schwachen Konstan-tin, und diese mystische Sprache prophetischer Schwär-merei) sich Umstanden und Zeiten nach aufMänner und Weiber verbreitet. Der Parakletusist oft erschienen; Licbetrunkenen Schwärmern hatder Geist oft durch Weiber geredet. Was in derchristlichen Welt Ehiliasten und Wiedertäufer, Do-r.atisten, Montanisten, Priscittianisten, Eircumcel-lionen u. f. für Unruhe und Unheil angerichtet; wieandere mit glühender Phantasie Wissenschaften ver-achtet oder verheert, Denkmahle und Künste, Ein-richtungen und Menschen ai-.Sgcrortec und zerstört;wie ein augenscheinlicher Betrug oder gar ein lächer-licher Zufall zuweilen ganze Lander in Aufruhr ge-steht und z. B. das geglaubte Ende der Welt Eu-ropa nach Asien gejagt hat; das Alles zeigt die Ge-schickte.