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Ideen zur Philosophie
düngen und Komposition der Schriften, mit philoso-phischem Auge betrachtet, würde das bunteste Ge-mahlde werden, das über eine Sache, die keine Ce-remonicn haben sollte, je die Welt sah. Und dadieser christliche Geschmack sich mit der Zeit in Ge-richts- und Staarsgcbräuche, in die häusliche Ein-richtung, m Schauspiele, Romane, Tanze, Lieder,Wettkampfe, Wappen, Schlachten, Sieges - undandre Lustbarkeiten gemischt bat: so muß man be-kennen , daß der menschliche Geist damit eine un-glaublich-schicsc Form erhalten, und daß das Kreuz,daS über die Nationen erriechtet war, sich auch denStirnen derselben sonderbar einegpragt habe. Diepisaicrrli (Airisdiani schwammen Jahrhundertelangin einem trüben Elemente.
6. Christus lebte ehe los und seineMutter war eine Jungfrau: so heiter
und fröhlich er war, liebte er zuweilendie Einsamkeit und that stille Gebete.Der Geist der Morgenlander, am meisten der Aegyp-tcr, der ohnedem zu Anschauungen, Absonderungenund einer heiligen Trägheit geneigt war, übertrieb dieIdeen von Heiligkeit des ehrlosen Lebens insonderheitim Priesterstande, vom Gottgefälligen der Jungfrau-schaft, der Einsamkeit und des beschauenden Lebensdermaßen, daß, da schon vorher, insonderheit in Ae-gypten , Esseer, Therapeuten und andre Sonderlingegeschwarmet hatten, nunmehr durchs Christenthumder Geist der Einsiedelcycn, der Gelübde, des Fa-stens, Büsftns, Betens, endlich des KlostcrlebeNs involle Gahrung kam. In andern Ländern nahm erzwar andre Gestalt an, und nachdem er eingerichtetwar, brachte er Nutzen oder Schaden; im Ganzen