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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 6r

glauben mußte, man auch schreibend die ganze Weltfür ein glaubendes Volk, für eine christliche Heerdeani'ah.

5. Das Christcnthum batte nurzwei) sehr einfache und zweckmäßigeheilige Gebrauche, weil es mit ihm nach sei-nes Stifters Absicht auf nichts weniger als auf einenCcremoinendicnst angesehen seyn sollte. Bald abermischte'sich, nach Berschiedenheit der Lander, Pro-vinzen und Zeiten, das After - Christcuchum derge-stalt mit Jüdisch - und Heidnischen Gebräuchen, daßz. B. die Taufe der Unschuldigen zur Teuftlbeschwö-rung und das Gedächtuißmah! eines scheidenden Freun-des *ur Schaffung eines Gottes, zum unblutigenOpfer, zum Sündcnvcrgebcndcn Mirakel, zum Rei-segeld in die andre Welt gemacht ward- Unglückseli-ger Weise trafen die christlichen Jahrhunderte mit Un-wissenheit, Barbarei) und der wahren Epoche desÜbeln Geschmacks zusammen, also daß auch in stinsGebrauche, in den Bau seiner Kirchen, in die Ein-^richkung seiner Feste, Satzungen und Prachtanstaltcn,in seine Gesänge, Gebete und Formeln wenig wahresGroßes und Edles kommen konnte. Bon Land zuLande, von Einem zum andern WeltcheU wälzten sichdiese Eercmonicn fort; was ursprünglich einer altenGewohnheit wegen noch einigen Lokalsinn gehabt hat-te, verlor denselben in fremden Gegenden und Zei-ten; so ward der christliche Liturgieengeist ein seltsa-mes Gemisch von jüdisch- ägyptisch- griechisch - rö-misch- barbarischen Gebräuchen, in denen oft dasErnsthafteste langweilig oder gar lächerlich seyn muß-te. Eine Geschichte des christlichen Ge-schmacks in Festen, Tempeln, Formeln, Einwei-