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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Atr I de e n zur Ph i l o sop h ie'

auf ihrem Gipfel ein Ende machen sollte. Es er-schien ein Mann aus dem Volk, dessen Geist, überHirngespinste irdischer Hoheit erhaben, alle Hoffnun-gen , Wünsche und Weissagungen der Propheten zurAnlage eines idealischen Reichs vereinigte, das nichtsweniger als ein jüdisches Himmelreich fern sollte.Selbst den nahen Umsturz seiner Nation sähe er indiesem höhern Plan' woraus, und wcissagcte ihremprächtigen Tempel, ihrem ganzen zum Aberglaubengewordenen Gottesdienst ein schnelles trauriges Ende.Unter alle Völker sollte das Renh Gottes kommen,und das Volk, das solches eigenthümlich zu kmmcnglaubte, ward von ihm als ein verlebter Leichn.m,betrachtet.

Welche umfassende Starke der Seele dazu ge-hört habe, im damaligen Judäa Etwas der Art an-zuerkennen und vorzutragcn, ist aus der unfreundli-chen Aufnahme sichtbar, die diese Lehre bc>> denObern und Weisen des Volks fand; man sabe sieals einen Ausruhr gegen Gott und Mojes, als einVerbrechen der beleidigten Nation an, deren gesumm-te Hoffnungen sie unpakriotisch zerstörte. Auch denAposteln war der ErjudaiSmus des Ehristcnthumsdie schwerste Lehre; und sie de» christlichen Jüdin,selbst außerhalb Judaa, begreiflich zu machen, hatteder gelehrteste der Apostel, Paulus , alle Deutungenjüdischer Dialektik nothig. Gut, daß die Vorsehungselbst den Ausschlag gab, und daß mit dem Unter-gänge Judaa's die alten Mauern gestürzt wurden,durch welche sich mit unverwcichlicher Harte dies so-genannte Einzige Volk Gottes von allen Völkern derErde schied. Die Zeit der cinzelmn National - Got-tesdienste voll Stolzes und Aberglaubens war vorü-