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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der: denn so notwendig dergleichen Einrichtungenin altern Zeiten gewesen sevn mochten, als jede Na-tion , in einem engen Familienkreise erzogen, gleicheiner vollen Traube auf ihrer eignen Staude wuchs -so war doch, seit Jahrhunderten schon, in diesemErdstrich fast alle menschliche Bemühung dahin ge-gangen, durch Kriege, Handel, Künste, Wissenschaf-ten und Umgang die Völker zu knüpfen, und dieFrüchte eines jeden zu einem gemeinsamen Trankzu keltern. Vorurtheile der National-Rcligioucnstanden dieser Vereinigung am meisten im Wege;da nun beym allgemeinen Duldungsgcist der Römerin ihrem weiten Reich, und bey der allenthalbenverbreiteten eklektischen Philosophie, (dieser sonderba-ren Vermischung aller Schulen und Sekten,) jetztnoch ein Volksglaube hcrvortrat, der alle Völ-ker zu Einem Volk machte, und gerade aus derhartssnnigcn Nation kam, welche sich sonst für dieerste und einzige unter allen Nationen gehalten hat-te: so war dies allerdings ein großer, zugleich auchein gefährlicher Schritt in der Geschichte der Mensch-heit , je nachdem er gcthan wurde. Er machte alleVölker zu Brüdern, indem cp sie Einen Gottund Heiland kennen lehrte; er konnte sie aber auchzu Sklaven machen, sobald er. ihnen diese Religionals Joch und Kette aufdrang.. Die Schlüssel desHimmelreichs für diese und jene Welt konnten inden Händen andrer Nationen ein gefährlicherer Pha-risäismus werden, als sie es in den Händen derJuden je gewesen waren.

Am meisten trug zur schnellen und starkenWurzelung des Ehristenthums ein Glaube den, dersich vom Stifter der Religion selbst herschrieb; es