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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Philoff zur Gesch. der Menschheit. 5 r

welchem die Juden Key ihrer öftern Zerstreuung un-ter andre Volker gewöhnt wurden. Im Kanon ih-rer heiligen Schriften fanden sich Lieder, moralischeSprüche und erhabene Reden, die, zu verschiedenenZeiten nach den verschiedensten Anlässen geschrieben,in Eine Sammlung zusammen wuchsen, welche manbald als Ein fortgchendes System betrachtete, undaus ihr Einen Haupt-Sinn zoF. Die Propheten die-ser Nation, die als konstituirte Wächter des Lan-desgesctzes, jeder im Umkreise seiner Denkart, baldlehrend und ermunternd, bald warnend oder tröstend,immer aber patriotisch - hoffend dem Volk ein Ge-mahlde hingestellt hakten, wie es seyn sollte und wiees nicht war, hatten mit diesen Früchten ihres Gei-stes und Herzens der Nachwelt mancherlei) Saamen-kvrner zu neuen Ideen nachgelassen, die jeder nachseiner Art erziehen konnte. Aus allen hatte sich nachund nach das System von Hoffnungen eines Königesgebildet, der sein verfallenes, dienstbares Volk ret-ten, ihm, mehr als seine alten größesten Könige,goldene Zeiten verschaffen und eine neue Einrichtungder Dinge beginnen sollte. Nach der Sprache derPropheten waren diese Aussichten theokratisch; mitgesammleten Kennzeichen eines Messias wurden siezum lebhaften Ideal ausgebildet, und als Brief undSiegel der Nation betrachtet. In Judäa hielt daswachsende Elend des Volkes diese Bilder fest; inandern Landern, z. B. in Aegypten, wo seit demVerfall der Monarchie Alexanders viele Juden wohn-haft waren, bildeten sich di.se Ideen mehr nachgriechischer Weise aus : apokrpphische Bücher, diejene Weissagungen neu darstelleten, gingen umher;und jetzt war die Zeir da, die diesen Traumereyen

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