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wohnt waren oder weil andre Nationen auf sie dräng-ten. Da es also unläugbar ist, daß in der altenWelt das große asiatische Gebirge mit seinen Fort-gängen in Europa das Kliina und den Charakterder Nord- und Südwelt wunderbar scheide: so lassetnordwärts der Alpen uns über unser Vaterland inEuropa wenigstens dadurch trösten, daß wir in Sit-ten und Verfassungen nur zur verlängerten europäi-schen, und nicht gar zur ursprünglichen asiatischenTatarey gehören.
2. Europa ist, zumal in Vergleichung mit demnördlichen Asien, ein milderes Land vollStröme, Küsten, Kr ü mm u n g en u n d B u ch-lenr schon dadurch entschied sich das Schicksal sei-ner Völker vor jenen aus eine vortheilhafte Weise.Am See Key Affow sowohl als am schwarzen Meerewaren sie den griechischen Pflanzstadtcn und deinreichsten Handel der damaligen Welt nahe: alle Na-tionen, die hier verweilten oder gar Reiche stifteten,kamen in die Bekanntschaft mehrerer Völker, ja garzu einiger Kunde der Wissenschaften und Künste.Insonderheit aber ward die Ostsee den Nordeuropäerndas, was dem südlichen Europa das mittelländischeMeer war. Die Preußische Küste war durch denBernsteinhandel schon Griechen und Römern bekanntworden; alle Nationen, die an derselben wohnten,welchen Stammes sie waren, blieben nicht ohne eini-gen Kommcrz, der sich bald mit dem Handel desschwarzen Meers verband und sogar bis zum weißenMeer erstreckte; mithin ward zwischen Südasien unddem östlichen Europa, zwischen dem asiatischen undeuropäischen Norden eine Art Völkergemeinschaft gc-knüpftt, an der auch sehr unkustivirte Nationen