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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

aus bezogen sie auch die südöstliche Ecke Deutsch-lands , also daß ihr Gebiet sich mit Steycrmark,Kärnthen, Krain festschloß; der ungeheuerste Erd-strich, den in Europa Eine Nation größtenthcils nochjetzt bewohnet. Allenthalben ließen sie sich nieder,um das von andern Völkern verlassene Land zu be-sitzen, es als Kolonisten, als Hirten oder Ackerleutezu bauen und zu nutzen; mithin war nach allen vor-hergegangenen Verheerungen, Durch - und Auszügenihre geräuschlose, fleißige Gegenwart den Landernersprießlich. Sie liebten die Landwirthschaft, einenVorrats) von Heerden und Getreide, auch mancher-lei) häusliche Künste, und eröffnetcn allenthalben mitden Erzeugnissen ihres Landes und Fleißes einen nütz-lichen Handel. Längs der Ostsee von Lübeck an hat-ten sie Seestädte erbauet, unter welchen Vincta aufder Insel Rügen das Slavische Amsterdam war; sopflogen sic auch mit den Preußen, Kuren, und Let-ten Gemeinschaft, wie die Sprache dieser Völker zei-get. Am Dneper hatten sie Kiew, am Wolchow Now-gorod gebauet, welche bald blühende Handelsstädtewurden, indem sie das schwarze Meer mit der Ost-" see vereinigten und die Produkte der Morgcnweltdem nörd- und westlichen Europa zuführtcn. InDeutschland trieben sie den Bergbau, verstanden dasSchmelzen und Gießen der Metalle, bereiteten dasSalz, verfertigten Leinwand, brauetcn Meth, pflanz-ten Fruchtbaume, und führeten nach ihrer Art einfröhliches, musikalisches Leben. Sie waren mildthä-lig, bis zur Verschwendung gastfrei), Liebhaber derländlichen Freyheit, aber unterwürfig und gehorsam,des Naudens und Plünderns Feinde. Alles das halfihnen nicht gegen die Unterdrückung; ja es trug zu

der-