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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2"

zu Jerusalem ein christliches Königreich gestiftet ^und noch jetzt regieren sie, theils durch die Fürsten,die sie allen Thronen Europa's gegeben, theils durchdiese von ihnen errichtete Throne selbst, als Bcsiz-zer, oder im Gewerb und Handel, mehr oder min-der alle vier Wclttheile der Erde. Da nun keineWirkung ohne Ursache ist: so muß auch diese unge-heure Folge von Wirkungen ihre Ursache haben.

1) Nicht wohl liegt diese im Cha-rakter der Nation allein; ihre sowohlphysische als politische Lage, ja eineMenge von Umstanden, die bey keinemandern nördlichen Volk also zusammen-traf, hat zum Lauf ihrer Thatenmit-gewirket. Ihr großer, starker und schöner Kör-perbau, ihre fürchterlich-blauen Augen wurden voneinem Geist der Treue und Enthaltsamkeit beseelt,die sie ihren Obern gehorsam, kühn im Angriff,ausdaurend in Gefahren, mithin andern Völkern,zumal den ausgearteten Römern zum Schutz undTrutz sehr wohlgefällig oder furchtbar machten. Frü-he haben Deutsche im römischen Heer gedient, undzur Leibwache der Kaiser waren sie die auserlesenstenMenschen; ja als das bedrängte Reich sich selbstnicht helfen konnte, waren es deutsche Heere, diefür Sold gegen jeden, selbst gegen ihre Brüder foch-ten. Durch diese Söldnerey, die Jahrhunderte langfortgesetzt wurde, bekamen viele ihrer Völker nichtnur eine Kriegswisscnschaft und Kriegszucht, die an-dern Barbaren fremd bleiben mußte: sondern siekamen auch durch das Beyspiel der Römer unddurch die Bekanntschaft mit ihrer Schwache allmäh-