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neu wir im Regulativ des Hofstaats ihrer Königeund ihrer Beamten noch eine merkwürdige Beschrei-bung haben *); indessen kam auch die Zeit ihresEndes. Wales ward überwunden und mit Eng-land. vereinigt; nur die Sprache der Kymren erhieltund erhalt sich noch, sowohl hier als in Bretagne.Sie erhält sich noch, aber in unsichern Resten; undes ist gut, daß ihr Charakter in Büchern ausge-nommen worden **), weil unausbleiblich sowohlsie , als alle Sprachen dergleichen verdrängcterVölker ihr Ende erreichen werden, und mit dieserin Bretagne dies wohl zuerst geschehen dürste. Nachdem allgemeinen Lauf der Dinge erlöschen die Cha-raktere der Völker allmählich; ihr Gepräge nütztsich ab,, und sie werden in den Tigel der Zeit ge-worfen, in welchem sie zur tobten Masse hinabsin-ken, oder zu einer neuen Ausprägung sich läutern.
Das Denkwürdigste, was uns von den Kym-ren übrig geblieben und wodurch wunderbar auf dieEinbildungskraft der Menschen gewirkt worden, istihr König Artus mit seinen Rittern der runden Tafel.Natürlich kam die Sag« von ihm sehr spat in Bü-cher , und nur nach den Kreuzzügen bekam sie ihrenSchmuck der Romandichtung ; ursprünglich aber ge-
*) Sprengets Geschichte von Troßbritannien S.Z79 — 92'
**) In Borlase, Bullet, Loyd, Rostrenen,le Brigant, der Bibelübersetzung u. s. Di«poetischen Sagen indessen vom Könige Artus undseinem Gefolge sind in ihrer Ursprünglichkeit nochwenig durchsucht »vordem