sind, so treffen wir sie, von den Alpen an, die west-lichen Ufer des Rheins bis zu seinem Ausfluß hin-unter , ja vielleicht einst bis zur Eimbrischen Halb-insel , die uraltcrs wahrscheinlich ein größeres Landwar. Von deutschen Stammen, die hart an ihnenfassen, wurden sic Thcilweise über das Meer ge-drängt, so daß sie in Britannien die Galen eineng-ten, die öst - und südlichen Küsten dieses Landesbald innc hatten, und da ihre Stamme dies - undjcnscit des Meers zusammcnhingen, sic auch in man-chen Künsten erfahrner als die Galen waren, in die-ser Lage nichts so bequem , als die Seeraubereytreiben konnten. Sic scheinen ein wilderes Volk ge-wesen zu seyn als die Galen, das auch unter denRömern an Sittlichkeit wenig zunahm, und als diesedas Land verliessen, in einen so hülflosen Zustand derBarbarey und Ausschweifung versank, daß es balddie Römer, bald zu eignem Schaden die Sachsen alsHülfsvölkcr ins Land rufen mußte. Sehr übel er-ging es ihnen unter diesen deutschen Helfern, InHorden kamen diese herüber und verwüsteten baldmit Feuer und Schwert: weder Menschen noch An-lagen wurden verschonet; dasLand ward zur Einöde,und rvir finden endlich die armen Kvmrcn an diewestliche Ecke Englands, in die Gebirge von Wales,in die Ecke von Eornwallis verdrängt, oder nachBretagne geflüchtet, oder vertilget. Nichts gleichtdem Haß, den die Kymren gegen ihre treulosenFreunde, die Sachsen, hatten, und viele Jahrhun-derte durch, auch nachdem sie in ihre nackten Ge-birge cingeschlosscn waren, lebhaft nährten. Langeerhielten sie sich unabhängig, im völligen Charakterihrer Sprache, Regicrungsart und Sitten, von de-
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