s Ideen zur Philosophie
sie erhielten selbst in den Jahrhunderten der tiefstenbarbarischen Mönchs-Unterdrückung ihren Charakter.Als nach der langen Nacht eine Morgcnröthe derWissenschaft für Europa aufging, brach sie durch diefröhliche Dichtkunst der Provenzalen in ihrer Nach-barschaft , zum Theil in denen von ihnen bewohntenLandern hervor, die auch in später» Zeiten Frankreichviele fröhliche und aufgeklärte Geister gegeben haben.Zu wünschen wäre es, daß wir die Sprache, die Sit-ten und die Geschichte dieses raschen und frohen Volksmehr kenncten, und daß, wie Mac-Pherson unter denGalen, ein zweyter Larramendi unter ihnen etwaauch nach Resten ihres alten Vaskifchen National-geistes forschte *). Vielleicht hat sich die Sage jenerberühmten Rolandsschlacht, die durch den fabelhaftenErzbischof Turpin in einer Mönchscpopec zu so vielenRomanen und Heldengedichten des Mittelalters An-laß gegeben, auch unter ihnen erhalten; wo nicht,so war doch ihr Land wenigstens die Pforte vor Tro-ja, die mit Abenteuern, die daselbst geschehen scpnsollten, lange Zeit die Phantasie der EuropäischenVölker füllte.
*) Larramendi in seiner angeführten weitläufci-gen Abhandlung von der Vollkommenheit derVaskifchen Sprache konnte tz. 18 — 20 an soetwas nicht denken. Daß er in seiner Lrtc üelLsscnenos dessen auch nichts erwähnt habe, istaus Diez« Geschichte der Spanischen DichtkunstS. ui u. f. zu ersehen; und vielleicht ist dasganze Andenken daran verlohren.