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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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33» Ideen zur Philosophie

zeigen und ihn veranlassen, zur Vernunft und zurBilligkeit, als den Gesetzen seines Daseyns und Glückszurückzukehren.

6 . Da seine Natur aus sehr verschiedenen Ele-menten zusammengesetzt ist: so thut er dieses seltenauf dem kürzesten Wege; er schwankt zwischen zweiExtremen, bis er sich selbst gleichsam mit seinemDascyn absindct und einen Punkt der leidlichen Mitteerreicht, in welchem er sein Wohlseyn glaubet. Irrter hiebei: so geschehet es nicht ohne sein geheimesBewußtseyn und er muß die Folgen seiner Schuldtragen. Er trägt sie aber nur bis zu ein.m gewissenGrad, da sich entweder das Schicksal durch seineeigenen Bemühungen zum Bessern wendet oder sei»Daseyn weiterhin keinen uincrn Bestand sinket. Ei-nen wohlthätigern Nutzen konnte die höchste Weisheitdem physischen Schmerz und dem moralischen Uebelnicht geben: denn kein höherer ist denkbar.

7 . Hätte auch nur ein Einziger Mensch die

Erde betreten: so wäre an ihm der Zweck des mensch-lichen Daseyns erfüllt gewesen, wie man ihn bei somanchen einzelnen Menschen und Nationen für er-füllt achten muß, die durch Ort- und Zeitbestim-mungen von der Kette des ganzen Geschlechts gctren-net wurden. Da aber alles was aus der Erde lebenkan», so lange sie selbst in ihrem Veharrungßstandebleibt, fortdauret: so hatte auch das Menschenge-

schlecht , wie alle Geschlechte der Lebenden, Kräfteder Fortpflanzung in sich, die dem Ganzen gemäßihre Proportion und Ordnung finden konnten undgefunden haben. Mithin vererbte sich das Wesen derMenschheit, die Vernunft und ihr Organ, die Tra-dition auf eine Reihe von Geschlechtern hinunter.