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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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329
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der Geschichte der Menschheit. 229

nach welcher die Dinge zusammenhängend auf ihrWesen gegründet sind. Sein innerstes Gesetz ist alsoErkenntniß der Existenz und Wahrheit; Zusammen-Hang der Geschöpfe nach ihren Beziehungen und Ei-genschaften. Er ist ein Bild der Gottheit: denn ererforschet die Gesetze der Natur, die Gedanken, nachdenen der Schöpfer sic verband und die er ihnen we-sentlich machte. Die Vernunft kann also eben sowenig willkührlich handeln, als die Gottheit selbstwillkührlich dachte.

4 . Vom nächsten Bedürfnifi fing der Menschan, die Kräfte der Natur zu erkennen und zu prüfen.Sein Zweck dabei ging nicht weiter als auf seinWohlseyn d. i. auf einen gleichmäßigen Gebrauch sei-ner eignen Kräfte in Ruhe und Uebung. Er kammit andern Wesen in ein Verhältnis und auch jetztward sein eignes Daseyn das Maas dieser Verhält-nisse. Die Regel der Billigkeit drang sich ihmauf: denn sie ist nichts als die praktische Vernunft,daS Maas der Wirkung und Gegenwirkung zum ge-meinschaftlichen Bestände gleichartiger Wesen.

5: Auf dies Principium ist die menschliche

Natur gebauet, so daß kein Individuum eines andernoder der Nachkommenschaft wegen dazuseyn glaubendarf. Befolget der niedrigste in der Reihe der Men-schen das Gesetz der Vernunft und Billigkeit, dasin ihm liegt: so hgt er Eonsistenz, d. i. er genießetWoblsepn und Dauer: er ist vernünftig, billig,glücklich. Dies ist er nicht vermöge der Willkühr an-drer Geschöpfe oder des Schöpfers, sondern nach denGesetzen einer allgemeinen, in sich selbst gegründetenNaturordnung. Weichet er von der Regel des Rechts:so muß sein strafender Fehler selbst ihm Unordnung