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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

er bewohnt, innig verwebet. Auch in ihr müssen alsoNaturgesetze gelten, die im Wesen der Sache liegenund deren sich die Gottheit so wenig überheben mag,daß sie ja eben in ihnen, die sie selbst gegründet,sich in ihrer bohen Macht mit einer unwandelbaren,weisen und gütigen Schönheit offenbaret. Alles, wasauf der Erde geschehen kann, muß auf ihr geschehen,sobald es nach Regeln geschieht die ihre Vollkommen,heit in ihnen selbst tragen. Lasset uns diese Regeln,die wir bisher entwickelt haben, sofern sie die Mcn-schengeschichte betreffen, wiederholen; sie führen alledas Gepräge einer weisen Güte, einer hohen Schön-heit, ja der inncrn Nothwendigkeit selbst mit sich.

1. Auf unsrer Erde belebte sich Alles, wassich auf ihr beleben konnte: denn jede Organisationträgt in ihrem Wesen eine Verbindung mannigfalti-ger Kräfte, die sich einander beschränken und in die-ser Beschränkung ein Marimum zur Dauer gewin-nen konnten, in sich. Gewannen sie dies nicht, sotrennten sich die Kräfte und verbanden sich anders.

2 . Unter diesen Organisationen stieg auch derMensch hervor, die Krone der Erdenschöpfung. Zahl-lose Kräfte verbanden sich in ihm und gewannen einMarimum, den Verstand, so wie ihre Materie, dermenschliche Körper nach Gesetzen der schönsten Sym-metrie und Ordnung, den Schwerpunkt. Im Cha-rakter des Menschen war also zugleich der Grundseiner Dauer und Glückseligkeit, das Gepräge seinerBestimmung und der ganze Lauf seines Erdenschick-sals gegeben.

3. Vernunft heißt dieser Charakter der Mensch-heit : denn er vernimmt die Sprache Gottes in derSchöpfung l>. i. er sucht die Regel der Ordnung,