der Geschichte der Menschheit. 32?
V.
Es waltet eine weise Güte im Schicksal derMenschen; daher es keine schönere Würde,kein dauerhafteres und reineres Glück giebt,als im Rath derselben zu wirken.
<^^em sinnlichen Betrachter der Geschichte, der inihr Gott vcrlöhr und an der Vorsehung zu zweifelnansing, geschah dies Unglück nur daher, weil er dieGeschichte zu flach ansah oder von der Vorsehungkeinen rechten Begriff hatte. Denn wenn er diesefür ein Gespenst halt, das ihm auf allen Straßenbegegnen und den Lauf menschlicher Handlungen un-aufhörlich unterbrechen soll , um nur diesen oder jenenparticularen Endzweck seiner Phantasie und Willkührzu erreichen: so gestehe ich, daß die Geschichte das
Grab einer solchen Vorsehung fey; gewiß aber einGrab zum Besten der Wahrheit. Denn was wärees für eine Vorsehung, die jeder zum Poltergeist inder Ordnung der Dinge, zum Bundsgenossen seinereingeschränkten Absicht, zum Schutzvcrwandten seinerkleinfügigcn Lhorheit gebrauchen könnte; so daß dasGanze zuletzt ohne einen Herren bliebe? Der Gott,den ich in der Geschichte suche, muß derselbe scyn,der er in der Natur ist: denn der Mensch ist nurein kleiner Theil des Ganzen und seine Geschichte istwie die Geschichte des Wurms mit dem Gewebe, daS