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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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^26 Ideen zur Philosophie

danken, daß er unserm Geschlecht den Verstandund diesem die Kunst wesentlich gemacht hat. Inihnen besitzen wir das Gchcimniß und Mittel einersichernden Weltordnunq.

Auch darüber dürfen wir nicht sorgen, daßmanche trefflich ersonnene Theorie, die Moral selbstnicht ausgenommen, in unserm Geschlecht so langeZeit nur Theorie bleibe. Das Kind lernt viel, wasnur der Mann anwcndcn kann; deswegen aber hates solches nicht umsonst gelernet. Unbcdachtsam ver-gaß der Jüngling, woran er sich einst mühsam erin-nern wird, oder er muß es gar zum zweitenmal ler-nen. Bei dem immer erneueren Menschengeschlechtist also keine aufbewahctc, ja sogar keine erfundeneWahrheit ganz vergeblich; spatere Zcitumstande ma-chen nöihig, was man jetzt versäumt und in derUnendlichkeit der Dinge muß jeder Fall zum Vor-schein kommen, der auf irgend eine Weise das Men-schengeschlecht übet. Wie wir uns nun bei derSchöpfung die Macht, die das Chaos schuf, zuerstund sodann in ihm ordnende Weisheit und har-monische Güte gedenken: so entwickelt die Natur-

ordnung des Menschengeschlechts zuerst rohe Kräfte rdie Unordnung selbst muß sie der Bahn des Ver-standes zuführcn und je mehr dieser sein Werk aus-arbeitct, desto mehr sichet er, daß Güte allein demWerk Dauer, Vollkommenheit und Schönbeit ge-währe.