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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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der Geschichte der Menschheit. 325

lernte, wohnte man nicht mehr in Höhlen; unterGesetzen eines Gemeinwesens schlug man den armenFremdling nicht mehr todt. So brachte der Handeldie Völker naher an einander und je mehr er inseinem Vortheil allgemein verstanden wird, destomehr müssen sich nvtbwendig jene Mordthaten, Un-terdrückungen und Betrugsarten vermindern, die immernur Zeichen des Unverstandes im Handel waren.Durch jeden Zuwachs nützlicher Künste ist das Ei-genthum der Menschen gesichert, ihre Mühe erleich-tert, ihre Wirksamkeit verbreitet; mithin nothwen-diq der Grund zu einer weitern Eultur und Huma-nität gelegt worden. Welche Mühe z. B. ward durchdie einzige Erfindung der Buchdruckerkunst abgethan!welch ein größerer Umlauf der menschlichen Gedan-ken , Künste und Wissenschaften durch sie befördert!Wage es jetzt ein Europäischer Kang - Ti und wolledie Literatur dieses Welttheils ausrotten; es ist ihmschlechterdings nicht möglich. Hätten Phönicicr undKarthaginenscr, Griechen und Römer diese Kunst ge-habt : der Untergang ihrer Literatur wäre ihren Ver-wüstern nicht so leicht, ja beinahe unmöglich wor-den. Lasset wilde Volker auf Europa stürmen: siewerden unsrer Kriegskunst nicht bestehen und keinAttila wird mehr vom schwarzen und kaspischen Meerher bis an die katalaunischcn Felder reichen. LassetPfaffen, Weichlinge, Schwärmer und Tyrannen auf-stehn, so viel da wollen; die Nacht der mittlerenJahrhunderte bringen sie nie mehr wieder. Wie nunkein größerer Nutze einer menschlichen und göttlichenKunst denkbar ist, als wenn sie uns Licht und Ord-nung nicht nur giebt, sondern es ihrer Natur nachauch verbreitet und sichert: so lasset uns dem Schöpfer