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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 3ir

bezeichnet. Wo er irrte, irrtte er für sich und mich,indem er mich vor einem ähnlichen Fehler warnet.Wo er mich zurechtweiset, belehrt, erquickt, ermun-tert, da ist er mein Bruder; Theilnehmcr an der-selben Weltseele, der Einen Mcnschenvernunft, derEinen cUienichenwahrbeit.

Zweitens. Wie in der ganzen Geschichte cSkeinen fröhlichen; Anblick giebt, als einen verstän-digen, guten Mann zu finden, der ein solcher, Trotzaller Veränderungen des Glückes, in jedem seinerLebensalter, in jedem seiner Werke bleibt: so wirdunser Bedauren tausendfach erregt, wenn wir auchbei großen und guten Menschen Verirrungen in ihrerVernunft wahrnehmen, die nach Gesetzen der Naturihnen nicht anders als Übeln Lohn bringen konnten.Nur zu häufig findet man diese gefallenen Engel inder Menschengeschichte und beklagt die Schwachheitder Form, die unsrer Mcnschenvernunft zum Werk-zeug dienet. Wie wenig kann ein Sterblicher er-

tragen , ohne nicdergebeugt; wie wenig Außerordent-lichem begegnen, ohne von seinem Wege abgelenktzu werden! Diesem war eine kleine Ehre, der

Schimmer eines Glücks, oder ein unerwarteter Um-stand im Leben schon Irrlichtes genug, ihn inSümpfe und Abgründe zu führen; jener konnte sichselbst nicht fassen : er irberspannte sich und sank ohn-mächtig nieder. Ein mitleidiges Gefühl bemächtigtsich unser, wenn wir dergleichen Unglücklich-Glücklichejetzt auf der Wegschcide ihres Schicksals sehen undbemerken, daß sic, um fernerhin vernünftig, billigund glücklich sevn zu können, den Mangel der Kraftselbst in sich füklen. Die ergreifende Furie ist hin-ter ihnen und stürzt sie wider Willen über die Linie