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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2gö

Naturgesetze nicht auch, wie jede andre, erkannt undje kräftiger sie cingesehen werden, mit der unfehl-baren Gewalt einer Naturwahrhcit wirken sollten?Was sich zur mathematischen Gewißheit und aufeinen politischen Ealcul bringen laßt, muß später oderfrüher als Wahrbeit erkannt werden: denn an Eu-klides Sätzen oder am Einmal Eins hat noch nie-mand gezwcifelt.

Selbst unsre kurze Geschichte beweiset es daherschon klar, daß mit der wachsenden wahren Aufklä-rung der Völker die menschenfeindlichen, sinnlosenZerstörungen derselben sich glücklich vermindert haben.Seit Roms Untergänge ist in Europa kein cultivirteSReich mehr entstanden, das seine ganze Einrichtungauf Kriege und Eroberungen gebauer hatte : denn dieverheerenden Nationen der Mittlern Zeiten waren rohe,wilde Völker. Je mehr aber auch sie Eultur empfin-gen und ihr Eigenthum liebgewinnen lernten: desto

mehr drang sich ihnen unvermerkt, ja oft wider ihrenWillen, der schönere, ruhige Geist des Kunsifleißcs,des Ackerbaues, des Handels und der Wissenschaftauf. Man lernte nutzen ohne zu vernichten, weildas Vernichtete sich nicht mehr nutzen läßt und soward mir der Zeit, gleichsam durch die Natur derSache selbst, ein friedliches Gleichgewicht zwischenden Völkern, weil nach Jahrhunderten wilder Be-fehdung es endlich alle einsehen lernte, daß derZweck, den Jeder wünschte, sich nicht erreichen ließe,als daß sie gemeinschaftlich dazu beitrügen. Selbstder Gegenstand des scheinbar-größesten Eigennutzes,der Handel, hat keinen andern als diese» Weg neh-men mögen, weil er Ordnung der Natur ist, gegenwelche alle Leidenschaften und Vorurtheile am Ende