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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 29Z

Stärke des Körpers auch die Anlage zu wilden Lei-denschaften schwächt und ein zarteres menschlichesGewächs bildet. Nun sind bei diesem allerdings auchUnregelmäßigkeiten möglich, die oft um so verderb-licher wüthen, weil sic sich auf eine kindische Schwa-che gründen, wie die Beispiele so vieler morgenlan-dischcn und römischen Despoten zeigen; allein daein verwöhntes Kind immer doch eher zu bändigenist als ein Blutdürstiaer Tiger: so hat uns die Na-tur mit ihrer mildernden Ordnung zugleich den Weggezeigt, wie auch wir durch wachsenden Fleiß dasRegellose regeln , das unersättlich - Wilde zahmensollen und zahme» dürfen. Giebt eS keine Gegendenvoll Drache» mehr, gegen welche jene Riesen derVorzeit ausziehen müßten; gegen Menschen selbsthaben wir keine zerstörenden Herkules-Kräfte nöthig.Helden von dieser Sinnesart mögen auf dem Cau-kasus oder in Afrika ihr blutiges Spiel treiben undden Minotaurus suchen, den sie erlegen; die Ge-sellschaft, in welcher sie leben, hat das ungczweifelteRecht, alle Flammenspcicnde Stiere Geryous selbstzu bekämpfen. Sie leidet, wenn sie sich ihnen gut-willig zum Raube hingiebt, durch ihre eigne Schuld,wie cs die eigne Schuld der Völker war, daß siesich gegen das verwüstende Rom nicht mit allerMacht einer gemeinschaftlichen Verbindung zur Frei-heit der Welt verknüpften.

2. Der Verfolg der Geschichte zeigt,daß mit dem Wachsthum wahrer Hu-manität auch der zerstörenden Dämo-nen des Menschengeschlechts wirklichweniger geworden sey; und zwar nach