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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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292 Ideen zur Philosophie

Tauben möglich und wirklich sind; in der GeschichteistS eine eben so gütige Ordnung, daß der Nebukad-Nezars und Eambvses, der Alexander und Sulla,der Attila und Dschingis-Ehane eine weit geringere An-zahl ist als der sanftem Feldherren oder der stillenfriedlichen Monarchen. Zu jenen gehören entwedersehr unregelmäßige Leidenschaften und Mißanlagender Natur, durch welche sie der Erde statt freund-licher Sterne wie flammende Meteore erscheinen;oder es treten meistens sonderbare Umstande der Er-ziehung , seltne Gelegenheiten einer frühen Gewohn-heit, endlich gar harte Bedürfnisse der feindseligen,politischen Noth hinzu, um die sogenannten GeißelnGottes gegen das Menschengeschlecht in Schwung zubringen und darin zu erhalten. Wenn also zwar die Na-tur unsertwegen freilich nicht von ihrem Gange ab-lassen wird, unter den Zahllosen Formen und Ecm-plexionen, die sie hcrvorbringt, auch dann und wannMenschen von wilden Leidenschaften, Geister zumZerstören und nicht zum Erhalten ans Licht derWelt zu senden: so steht cs eben ja auch in derGewalt der Menschen, diesen Wölfen und Tigernihre Heerde nicht anzuvertraun, sondern sie vielmehrdurch Gesetze der Humanität selbst zu zahmen. Esgiebt keine Auerochsen mehr in Europa, die sonstallenthalben ihr waldigtes Gebiet hatten: auch die

Menge der Afrikanischen Ungeheuer, die Rom zuseinen Kampfspielen brauchte, ward ihm zuletzt schwerzu erjagen. Je mehr die Eultur der Lander zunimmt,desto enger wird die Wüste; desto seltner ihre wildenBewohner. Gleichcrgestalt hat auch in unserm Ge-schlecht die zunehmende Eultur der Menschen schondiese natürliche Wirkung, daß sie mit der thierischen