Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

der Geschichte der Menschheit. 29t

d. i. im Verkält» aller der organi-schen Kräfte lagen, die sieb aufunsermPlaneten beseelten und er kielten. Solange das Naturgesetz dieses Baues und Verhältnissesdauert, wird auch seine Folge dauern: harmonischeOrdnung nämlich zwischen dem belebten und unbe-lebten Theil unsrer Schöpfung, die, wie das In-nere der Erde zeigt, nur durch den Untergang vonMillionen bewirkt werden konnte.

Wie? und im menschlichen Leben sollte nichteben dies Gesetz walken, das, inncrn Naturkräftcngemäß, aus dem Ehaos Ordnung schafft, und Re-gelmäßigkeit bringt in die Verwirrung der Menschen?Kein Zweifel! wir tragen dies Principium in unSund es muß und wird seiner Art gemäß wirken.Alle Jrrthümer des Menschen sind ein Nebel derWahrheit; alle Leidenschaften seiner Brust sind wil-dere Triebe einer Kraft, die sich selbst noch nichtkennet, die ihrer Natur nach aber nicht anders alsaufs Bessere wirket. Auch die Stürme des Meers,oft zertrümmernd und verwüstend, sind Kinder einerharmonischen Weltordnung und müssen derselben wiedie säuselnden Zephyrs dienen. Gelänge es mir,einige Bemerkungen ins Licht zu setzen, die dieseerfreuliche Wahrheit uns vergewissern.

i. Wie die Stürme des Meers seltner sind,als seine regelmäßigen Winde: so ists auch imMenschengeschlecht eine gütige Naturordnung, daßweit weniger Zerstörer als Erhalterin ihm gebohcen werden.

Im Reich der Thicre ist es ein göttliches Ge-setz , daß weniger Löwen und Tiger als Schaafe und

T 2