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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

Und sie Hot ihn noch dem Naturgesetz dieser allgemei-nen Convenicnz reichlich gefunden. Denn ob mangleich fast olle asiatischen Nationen von jener Tragbcitnicht fceisprcchen kann, die bei guten Anordnungenzu frühe stehen blieb und eine ererbte Form für un-ableglich und heilig schätzte: so muß man sie dochentschuldigen, wenn man den ungeheuren Strich ih-,res festen Landes und die Zufalle bedenkt, denen sieinsonderbcit von dem Gebirg her ausgesetzt waren.Im Ganzen bleiben ihre ersten frühen Anstalten zurBildung der Humanität, eine jede nach Zeit undOrt betrachtet, lobcnswckth und noch weniger sinddie Fortschritte zu verkennen, die die Völker an denKüsten des mittelländischen Meeres in ihrer großemRegsamkeit gemacht haben. Sie schüttelten das Jochdes Despotismus alter Regierungssormen und Tradi-tionen ab und bewiesen damit das große, gütige Ge-setz des Mcnschenschicksals:daß was ein Volk oderein gcsamMtcs Menschengeschlecht zu seinem eignenBesten mit Uebcrlegung wolle und mit Kraft auSführe,das sey ihm auch von der Natur vergönnet, die wederDespoten noch Traditionen sondern die beste Formder Humanität ihnen zum Ziel setzte."

Wunderbar - schön versöhnt uns der Grundsatzdieses göttlichen Naturgesetzes nicht nur mit der Ge-stalt unscrs Geschlechts auf der weiten Erde, sondernauch Mit den Veränderungen desselben durch alleZeiten hinunter. Allenthalben ist die Menschheit das,was sie aus sich machen konnte, was sie zu werdenLust und Kraft hatte. War sie mit ihrem Zustandezufrieden oder waren in der großen Saat der Zeitendie Mittel zu ihrer Verbesserung noch nicht gereist!so blieb sie Jahrhunderte hin was sie war und ward